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Der Leschaco Gefahrgut-Logistik-Blog

Gefahrgut-Logistik ist Vertrauenssache. Denn Gefahrgut-Logistik erfordert nicht nur ein umfangreiches Wissen und Erfahrung, sondern auch Verantwortungsbewusstsein für Mensch und Natur.

Die Fortschritte der Naturwissenschaft und insbesondere auch der Chemie haben unseren Lebensstandard in den vergangenen Jahrzehnten erheblich erhöht. Zugleich hat sich die Zahl der registrierten Industriechemikalien in den letzten 20 Jahren mehr als verdreifacht. Heute werden etwa 350.000 verschiedene Substanzen künstlich hergestellt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich unter diesen Stoffen rund 6.000 Stoffe befinden, die als Gefahrgüter klassifiziert werden müssen.

Mit der Globalisierung, der wachsenden internationalen Arbeitsteilung steigen auch die Anforderungen an eine sichere Gefahrgut-Logistik. Leschaco will mit dem Gefahrgut-Logistik-Blog eine Plattform zum Wissenstransfer rund um das für Mensch und Natur wichtige Thema bieten.

 

Was ist eigentlich Gefahrgut-Logistik? Eine Definition.

Unter Gefahrgut-Logistik verstehen wir alle Prozesse rund um die Lagerung, Verpackung und den Transport gefährlicher Güter. Als gefährliche Güter definiert zum Beispiel das „Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße (ADR)“ Gase, Sprengstoffe, Munition und Feuerwerkskörper, entzündbare, toxische, ansteckungsgefährliche, radioaktive, ätzende, sowie wasser- und umweltgefährdende Stoffe.
Um die Sicherheit bei diesen Prozessen durchgängig zu gewährleisten, sind besondere Technologien und Einrichtungen erforderlich, etwa Brandschutzanlagen, Löschvorrichtungen, feuersichere Trennwände und chemikalienfeste und besonders stoßsichere Behälter. Es geht aber auch um komplexes Wissen um die Kombination von Gefahrstoffen, also das Wissen, welche gefährliche Stoffe auf gar keinen Fall mit welchen Stoffen in Berührung kommen dürfen: Was darf überhaupt mit welchen Dingen gemeinsam gelagert und transportiert werden? Wie müssen Behälter gereinigt werden, die mit spezifischen Gefahrgütern in Berührung gekommen sind?
Gefahrgut-Logistik erfordert ein umfangreiches Spezialwissen und eine sorgfältige und nachhaltige Dokumentation aller Prozesse, damit Risiken minimiert und im Falle eines Unfalls Schäden weitmöglichst eingegrenzt werden können. Ein wesentlicher teil dieser Dokumentation besteht in der gewissenhaften Markierung der Gefahrgüter vor dem Transport, also in der korrekten Kennzeichnung und Zuordnung zur passenden Gefahrgutklasse. Eine korrekte Kennzeichnung ist wesentlich für eine sichere Verladung, einen korrekten Transport und ein situationsgerechtes Verfahren im Schadensfall.

Die aktuellsten Beiträge im Gefahrgut-Logistik-Blog

United Nations

Wie die Modellvorschriften der UN die Gefahrgut-Welt bewegen

Wie die Modellvorschriften der UN die Gefahrgut-Welt bewegen Derzeit befinden sich die Modellvorschriften der Vereinten Nationen für den Gefahrguttransport in ihrer 23. Überarbeitung. Ein Sachverständigenausschuss des Wirtschafts- und Sozialrats der Vereinten Nationen entwickelt seit Jahrzehnten diese „UN-Empfehlungen für den Transport gefährlicher Güter“ (TDG): Das sogenannte „Orange Book“ erscheint alle zwei Jahre neu. Es setzt Standards für eine sichere Logistik weltweit. Der UN-Expertenunterausschuss für die Beförderung gefährlicher Güter (TDG) tagt im November zum letzten Mal in diesem Jahr. Die auf insgesamt vier Sitzungen getroffenen Beschlüsse werden im Dezember dem übergeordneten UN-Ausschuss zur endgültigen Annahme vorgelegt. Diese Änderungen werden dann in der 23. überarbeiteten Ausgabe der Modellvorschriften im zweiten Quartal 2023 veröffentlicht und bis 2025 umgesetzt. Sie berühren auch das UN Handbuch Prüfungen und Kriterien, das alle Kriterien, Prüfmethoden und Prüfverfahren beinhaltet, um gefährliche Güter überhaupt klassifizieren zu können. (Mit Beginn des neuen Jahres treten zunächst einmal die Bestimmungen in Kraft, die in der 22. überarbeiteten Ausgabe mit Veröffentlichung 2021 erschienen sind.) Regularien für den Luftweg Für den Luftverkehr hat das Panel für gefährliche Güter von der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) seine Arbeit bereits abgeschlossen. Die Ausgabe 2023-24 der Technischen Anweisungen der ICAO für die sichere Beförderung von gefährlichen Gütern im Luftverkehr wird

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Gefahrgut im Seeversand

10 Praxis-Tipps für den See-Versand von Gefahrgut

10 Praxis-Tipps für den Seeversand von Gefahrgut Der Transport von Gefahrgut im Seeversand unterliegt besonderen Vorschriften. Anders als im LKW-Verkehr, bei dem nur kurze Transportstecken zurückgelegt werden und professionelle Hilfe schnell gerufen werden kann, befindet sich ein Containerschiff mitten auf dem Ozean. Bei einem Ladevolumen von 24.000 TEU, also 24.000 knapp 20 Fuß oder gut sechs Meter langen Standardcontainern kann jedes kleine Problem zum Desaster ausarten. Im Folgenden werde ich beschreiben, wie man als Versender für seine Gefahrgutsendungen bestmöglich vorsorgen kann. Zehn Punkte gilt es besonders zu beachten: Welche Gefahrgutvorschriften gelten für meine Gefahrgutsendung Verpacken markieren und labeln Sie Ihre Güter sorgfältig. Beschreiben Sie Ihre Ware so exakt wie möglich. Erstellen Sie eine korrekte Dangerous Goods Declaration (DGD). Ist der Frachtcontainer sicher und transportgeeignet Beachten Sie Trennvorschriften: Was darf zusammen und was nicht? Die Ladungssicherung schützt nicht nur Ihre Ware. Reeder stellen viele Zusatzfragen… und haben oft das letzte Wort. Andere Länder, andere (Gefahrgut-)Sitten. Was ist sonst noch zu beachten? 1. Welche Vorschriften gelten für meine Gefahrgutsendung? Grundsätzlich basieren alle weltweiten Gefahrguttransportvorschriften auf den Vorgaben der United Nations, die die Prüf- und Klassifikationskriterien einheitlich regeln. Die zentrale Vorschrift, die den internationalen Gefahrguttransport per Seeschiff regelt, heißt „IMDG Code“. Die Abkürzung

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Batterieentwicklung

Smarte Speicher für Stromer: Trends in der Batterieentwicklung

Smarte Speicher für Stromer: Trends in der Batterieentwicklung Die Elektromobilität bringt Schwung in die Energiewende und ist einer ihrer Schlüsselfaktoren. Lange Zeit bremste die geringe Reichweite von E-Fahrzeugen und die mangelhafte Ladeinfrastruktur eine breitere gesellschaftliche Akzeptanz. Schritt für Schritt kommt sie aber an: in der Automobilherstellung, in der Fläche und bei den Autofahrern. Die fördernden Treiber dafür sind neben neuen Technologien auch ein zunehmendes Umwelt- und Verantwortungsbewusstsein sowie die Gesetzgebung. Die Politik schnürt Klimaschutzpakete, und Hersteller investieren massiv in ihre Batterieentwicklung. Verschiedene Konzepte stehen am Start. Die Batterieentwicklung folgt der Elektrifizierung der Mobilität Technologien und Materialien rund um die E-Mobilität entwickelten sich in den letzten Jahren so erfolgreich, dass die Automobilkonzerne die Herstellung ihrer Verbrenner sukzessive zurückfahren. Die Energiedichte erhöhte sich, der Batteriestrom wurde sehr viel preiswerter. Mit einer einzigen Ladung erreichen E-Autofahrer inzwischen deutlich entferntere Ziele, und auch die Ladeinfrastruktur verbessert sich. Die meisten Alltagsfahrten betreffen ohnehin nur Kurzstrecken, sodass sich die Skepsis abbaut. Gesetze fördern den Trend: Verbrenner verteuern sich durch höhere Kfz-Steuern, der Staat bietet Anreize wie den Umweltbonus des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Großstädte führen Niedrigemissionszonen ein. Einige Länder verbieten den Verkauf von Neuwagen mit Verbrennungsmotoren innerhalb der kommenden zehn Jahre. Raus aus der Abhängigkeit

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REACH in der Gefahrgutlogistik

REACH – Damit die Chemie in der Gefahrgutlogistik stimmt

REACH – Damit die Chemie in der Gefahrgutlogistik stimmt Am 14. Oktober 2022 ist ein wichtiger Tag für den internationalen Gefahrguttransport von Chemiegütern. An diesem Tag tritt die neueste Revision der EU-Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe in Kraft. Bekannt ist diese Verordnung unter dem Label REACH („Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals“). Was ist REACH eigentlich? REACH verpflichtet alle Akteure, die mit dem Transport von Chemikalien zu tun haben, dafür Sorge zu tragen, dass diese Chemikalien jederzeit sicher verwendet werden. Hierzu müssen zu allen Chemikalien umfangreiche Informationen vorgelegt werden. Ohne Registrierung dürfen Chemikalien nicht in Verkehr gebracht werden. Diese Informationen werden im Logistikprozess laufend ergänzt und überwacht – bis hin zum Verbraucher, der ein Informationsrecht über die Chemikalien hat. Die Datensammlung beinhaltet nicht nur Informationen zu den jeweiligen Stoffen, sondern auch zu Gefährdungspotenzialen und möglichen Substituten. Was ist neu ab Oktober 2022? Die Änderungen, die im Oktober in Kraft treten, sind als Teil einer grundlegenden Reformstrategie der Europäischen Union zu interpretieren. Ziel des sogenannten European Green Deal ist es bis zum Jahr 2050 die Produktion und den Handel mit Chemikalien so umzustellen, dass Mensch und Umwelt möglichst wenig geschädigt werden. Ab 14. Oktober sind zahlreiche

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Batterie Logistik

Die Branche ist geladen: Aktuelle Herausforderungen in der Batterie-Logistik

Die Branche ist geladen: Aktuelle Herausforderungen in der Batterie-Logistik Die Elektrifizierung des Individualverkehrs hat erhebliche Auswirkungen auf die Logistik-Branche: Während sich die Automobil-Logistik zum Beispiel damit abfinden muss, dass sich die Anzahl der Bauteile in E-Fahrzeugen verringert, entsteht im Gefahrgut-Bereich mit der Batterie-Logistik ein neues anspruchsvolles Wachstumsfeld. Wir sind mit enormen klimabedingten Herausforderungen konfrontiert. Daher einigte sich die internationale Staatengemeinschaft im Jahr 2015 auf ein bahnbrechendes globales Klimaabkommen. Zum ersten Mal verpflichteten sich alle 195 Unterzeichnerstaaten zum Kampf gegen die Erderwärmung. Ihr Ziel ist, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 °C, möglichst jedoch auf 1,5 °C, gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Entwicklungsländer und Schwellenländer werden dabei finanziell und technisch unterstützt. Folglich müssen Regierungen und Volkswirtschaften Hand in Hand arbeiten, wobei geeignete Rechtsvorschriften die richtigen Anreize für Investitionen in umweltfreundlichere Industrien schaffen müssen. Lange Zeit verlief dieser Prozess aus Gründen der Selbstgefälligkeit, der Verweigerung und der Abhängigkeit vom Status quo leider nur sehr langsam. Infolgedessen entwickelt sich insbesondere die Elektromobilität – mit dem Ziel einer emissionsfreien Mobilität für eine nachhaltige Zukunft – auf sehr unterschiedliche Weise. Die Europäische Union möchte bei dieser Trendwende eine Vorreiterrolle einnehmen und das Ende des Verbrennungsmotors einläuten, indem sie die Kohlenstoffemissionen von Neuwagen bis 2035

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Hier bloggt die Redaktion des Leschaco Gefahrgut-Logistik-Blogs über Aktuelles und Hintergründiges aus der Gefahrgut-Logistik. Die Beiträge geben nicht in jedem Fall die Meinung von Leschaco wieder, sondern immer die Position der jeweiligen Verfasser. Die Mitglieder der Redaktion kommen aus Fachmedien, Agenturen, befreundeten Unternehmen oder direkt von Leschaco. Sie erreichen uns per Email. Wir freuen uns über Ihre Anregungen und Fragen.

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